Neuentdeckung: Ökomode von People Tree

Als Liebhaberin grüner Mode bin ich praktisch ständig auf der Suche nach neuen Labels, deren Kreationen tragbar sind und mein Fashion-Herz höherschlagen lassen. Über die Empfehlung einer befreundeten Bloggerin habe ich neuerdings das Modeunternehmen People Tree entdeckt und mich gleich mal durch die Kollektion geshoppt.

Grüne Mode mal anders

Nett, dass es die Marke auch schon nach Deutschland geschafft hat. Als ich die Mode von People Tree zum ersten Mal im Onlineshop von Zalando gesehen habe, dachte ich: Das kann soll Ökomode sein? Denn wenn wir einmal ehrlich sind, sieht man es grüner Mode oftmals leider auch an, dass es sich bei ihr nicht um die hippe Massenware von herkömmlichen Modeunternehmen handelt. Die Stücke von People Tree unterscheidet sich hingegen optisch kaum von den trendigen Teilen von der Stange. Im Gegenteil! Tatsächlich erkennt man an den Kleidungsstücken, dass hier nicht nur jemand nachhaltig produzieren wollte, sondern auch gleichzeitig das Bestreben hatte, modische Kleidungsstücke mit dem gewissen Etwas zu kreieren.

Was ich hiermit meine, beweisen meine absoluten Favoriten aus der Kollektion hervorragend, die übrigens gleich in meinen Einkaufskorb gewandert sind, denn hier wurde nicht nur auf die Verwendung von Biobaumwolle, sondern auch auf kreative Schnitte, bezaubernde Muster und andere kleine Details Wert gelegt. Das T-Shirt hat zum Beispiel an den Schultern kleine Knöpfe auf, und bei näherem Hinsehen erkennt man, dass die bunten Herzen aus einzelnen Gänseblümchen geformt sind. Das Kleid (der Sommer kann kommen!) hat wiederum praktische Eingriffstaschen und sorgt für eine prima Silhouette – finde ich und sagt mein Mann!

People Trees Geschichte: von Japan nach England

Da es auch unter den nachhaltig produzierenden Unternehmen noch große Unterschiede gibt, habe ich mir die Geschichte und Grundsätze von People Tree etwas genauer angesehen. Überraschend fand ich dabei, dass das Unternehmen nicht etwa in Europa, sondern in Japan gegründet wurde. Im Jahr 1991 wollte die erfahrene Businessfrau Safia Minney dort den Japanern über den Weg der Mode eine nachhaltigere Lebensweise näherbringen, die für die Einwohner zu dieser Zeit alles andere als selbstverständlich war. Vertrieben wurde die handgemachte, natürlich gefärbte Bekleidung dabei vorerst nur über einen Katalog, was sich jedoch im Jahr 1995 nach der Eröffnung des ersten japanischen Shops änderte.

Nach Europa, genauer gesagt nach England, kam das Label dann erst deutlich später im Jahr 1999. Dort erhielt die Marke auch erst ihren endgültigen Namen People Tree. Populär wurde das Label schließlich nicht zuletzt durch die Schauspielerin Emma Watson, die ab 2009 für drei Jahre als Markenbotschafterin fungierte. Heute sind die Kreationen von People Tree bereits in über 500 Geschäften rund um die Welt sowie in diversen Online-Stores erhältlich. Verwunderlich, dass ich nicht früher auf das Label gestossen bin.

Dafür setzt sich das Label ein

Wie es für entsprechende Modeunternehmen üblich ist, verwendet auch People Tree ausschließlich zertifizierte Biobaumwolle. Was People Tree allerdings von ähnlichen Unternehmen unterscheidet, ist der Ort der Produktion. Sämtliche Kleidungsstücke werden nämlich in Indien, Bangladesch und Nepal von Hand gefertigt und verschönert, wodurch in den armen Regionen Arbeitsplätze geschaffen werden – ein faires Einkommen ist dabei ebenfalls selbstverständlich.

Bei der Produktion wird mit dem Ziel, die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten, ausschließlich auf nachhaltige Methoden gesetzt. Zu den Grundsätzen des Unternehmens, die es übrigens regelmäßig auf seinem Twitter-Account im Detail vorstellt, gehören dabei folgende:

  • Förderung von natürlichen und biologischen Anbaumethoden
  • Vermeidung von Schadstoffen
  • Schutz örtlicher Grundwasservorkommen
  • Verwendung von biologisch abbaubaren Substanzen
  • Recycling von Materialen

Schade, dass People Tree noch keine Kindermode macht! Mit seinen fantasievollen Mustern würde das Label sonst sicherlich auch zu meinen Favoriten für Ökokindermode gehören!

Aber immerhin kommt Mami auf ihre Kosten!

Foto: © Zalando.de